Uganda
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Ostafrika

Uganda

Länderinformation & Spendenprojekte

Ernährungssicherheit, Gesundheit, Aufforstung, Zugang zu Trinkwasser und Zukunftsperspektiven für Kinder, das sind zentrale Themen der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit in dem 241.038 km² großen Land am Äquator. 

Uganda ist etwa dreimal so groß wie Österreich, hat mit 45,7 Millionen aber mehr als fünfmal so viele Einwohner:innen. Das Bevölkerungswachstum beträgt 3,3 Prozent, eine der höchsten Wachstumsraten weltweit. 55% der Menschen sind unter 15 Jahre alt. In einigen Landesteilen gibt es für junge Menschen aufgrund der Trockenheit und der unzureichenden Versorgung kaum Zukunftsperspektive. Landflucht und Binnenmigration von Norden nach Süden ist ein großes Thema.

70% der Menschen leben landesweit in Subsistenzwirtschaft. Das bedeutet, dass kleinbäuerliche Familien sich von dem ernähren, was ihr eigenes Feld an Ernte einbringt. Auch insgesamt ist der zentrale Einkommenszweig der Ugander:innen die Landwirtschaft. Dem gegenüber steht eine massive Betroffenheit durch Auswirkungen von Klimakrise und Dürre. Die ugandische Regierung forcierte in den letzten Jahrzehnten mehrfach Entwicklungspläne zur Armutsminderung, Verbesserung der Infrastruktur, Steigerung der Lebenserwartung und Wirtschaftsentwicklung. Gleichwohl leben in Uganda auch heute 20% der Menschen unter der Armutsgrenze. Der Human Development Index 2022 wies das Land auf Platz 166 unter 191 Ländern aus.

Entwicklungszusammenarbeit und Unterstützung für Menschen in Afrika
Große Unterschiede zwischen Norden und Süden

Durch den von 1987 bis 2006 andauernden Bürgerkrieg, das daraus resultierende Ungleichgewicht an Infrastruktur, gesundheitlicher Versorgung und wirtschaftlicher Entwicklung weist Uganda ein starkes Nord-Südgefälle auf. Während die zentralen und südlichen Regionen in Öl und Tourismus investieren und eine sich entwickelnde Mittelschicht die Nachfrage nach Dienstleistungsprodukten ankurbelt, finden sich fast 70% der armuts- betroffenen Bevölkerung im Norden und Nordosten des Landes.

Theoretisch gibt es in Uganda seit 2007 Schulpflicht für Primar- und Sekundarstufe und ist der Schulbesuch kostenlos. In der Praxis bestimmen in den benachteiligten Regionen oft die Entfernung zur Schule, häusliche Aufgaben und Notwendigkeiten, Zusatzkosten wie Unterrichtsmaterial und Schuluniform, ob Kinder tatsächlich einen Schulabschluss erwerben können. Besonders Mädchen sind oft für häusliche Aufgaben wie Brennholz sammeln, Wasser holen oder ähnliches zuständig. Da die Bewältigung dieser Aufgaben unter Umständen mehrere Stunden benötigt, wird eine Teilnahme am Unterricht und damit die Möglichkeit von Schulbildung erschwert.

Im Süden wird in Tourismus und Industrie investiert.
50 Ethnien und 40 verschiedene Sprachen

Die Bevölkerung Ugandas setzt sich aus über 50 verschiedenen ethnischen Gruppen zusammen. Die größte ethnische Gruppe sind die Bantu-sprechenden Völker im Süden des Landes, die etwa die Hälfte der Bevölkerung ausmachen. Eine weitere große Ethnie sind die der Nilot:innen in Norduganda. Die Bantuvölker und die Nilot:innen bestehen jeweils aus vielen Untergruppen, die sich sprachlich und kulturell unterscheiden. Es gibt über 40 verschiedene Sprachen. Die offiziellen Landessprachen sind Englisch und Svahili, das in Ostafrika sehr weit verbreitet ist. Im Alltag wird hauptsächlich die jeweilige Muttersprache verwendet. Im Nordosten des Landes gab es in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Konflikte zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen oder Untergruppen.

Die Klimakrise verändert den Wasserhaushalt der Regionen

In den tropischen Regionen sind Natur und Landwirtschaft auf einen Wechsel aus Regen- und Trockenzeiten eingestellt. Durch die weltweiten klimatischen Veränderungen verschieben sich zunehmend die Regenzeiten. Das bedeutet, es regnet weniger oder zu viel, bzw. zu Zeiten, in denen die Felder das Wasser nicht halten können und stattdessen Schaden nehmen. Auch hierbei sind die nördlichen Regionen am stärksten betroffen und haben mehrere Jahre Dürre hinter sich. Ein Ineinander von Abholzung und einseitiger Landwirtschaft, also kleinen Monokulturen, verstärkt die kritische Situation der kleinbäuerlichen Familien zusätzlich.

Gesetzgebung und Menschenrechte: Theorie und Praxis klaffen vielfach auseinander

Die Regionen in und um das heutige Uganda werden oft als Wiege der Menschheit betrachtet, da einige der ältesten Funde menschlicher Überreste aus diesen Gegenden stammen. Historisch bekannt ist, dass das heutige Uganda über Jahrhunderte durch royale Dynastien und Königreiche geprägt war, die zum Teil bis heute existieren. Nach europäischen Forschern und Missionaren erreichte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die britische die britische Kolonialmacht das Gebiet und errichteten 1894 ein britisches Protektorat. 1962 wurde Uganda unabhängig.

Heute ist Uganda ein wichtiger stabilisierender Faktor in Zentralafrika. Das Land ist Mitglied in zahlreichen afrikanischen und internationalen Zusammenschlüssen und Partnerschaften. Das wiederum bedingt einen starken Rechtsrahmen zum Schutz von Menschenrechten und nationaler Gesetzgebung. In der Praxis entscheiden jedoch oft Wissen, Herkunft, Geschlecht sowie soziale und kulturelle Normen, ob es für die Menschen, insbesondere Frauen, möglich ist, diese Rechte auch einzufordern.

Uganda in Stichworten

Landesname

Uganda bedeutet in der ostafrikanischen Handelssprache Swahili „Land der Ganda“ und beruht auf dem Königreich Buganda, das den südöstlichen Teil des Landes umfasst.

Hauptstadt

Kampala, 3,3 Millionen Einwohner*innen (Stand 2021)

Geografie

„Perle Afrikas“ (Winstons Churchill), am Äquator gelegen, größtenteils sanft gewellte Hochflächen, große Seen- und Sumpfgebiete, wasserreichstes Land Ostafrikas, Ursprung des Nils, tiefster Punkt: 610 m, höchster Punkt: 5 110 m

Klima

Temperaturen tagsüber zwischen 25 und 30°C, nachts um 17°C

Fläche

241.038 km2 (knapp 3 x Österreich)

Staatsform

Präsidialrepublik, Mehrparteiensystem seit 2005

Unabhängigkeit

unabhängig von Großbritannien seit 9. Oktober 1962

Staatsoberhaupt

Präsident Yoweri Kaguta Museveni (seit 1986 im Amt, wiedergewählt in den Jahren 1991, 1996, 2001, 2006, 2011, 2016, 2021)

Regierungschef

Premierminister Ruhakana Rugunda

Frauenwahlrecht

Seit 1962

Verwaltungseinheiten

4 Regionen mit 134 Distrikten (Stand 2021)

Amtssprachen

Englisch und Svahili

Regionalsprachen

Über 40 Sprachen, 70% Bantu Sprachen, west- und ostnilotische Sprachen. Im Süden Ugandas ist Luganda (Bantu-Sprache) weit verbreitet.

Bevölkerung

46,2 Mio. (2022, geschätzt) (Österreich: 8.901.064)
235 Personen pro km² (Österreich: 108,5 Personen pro km²)
Bevölkerungswachstum: 3,3% (Österreich: 0,4 %)

Ethnische Zusammensetzung

Mehr als 50 ethnische Gruppen: 50% davon Bantu Gruppen (zB Baganda), 
25% west- und ostnilotische Gruppen, 4% sudanesische Gruppen, indische, europäische und asiatische Minderheiten

Lebenserwartung

Männer 66,7 Jahre (Stand 2022, geschätzt) (Österreich 79 Jahre)
Frauen: 71 Jahre (Österreich 84,7 Jahre)

Altersdurchschnitt

15,7 Jahre (Österreich: 44,5 Jahre)

Kinderzahl

5,4 pro Frau (2022, geschätzt) (Österreich: 1,4 pro Frau)

Kindersterblichkeit

30,5 auf 1000 Geburten (Stand 2022, geschätzt) (Österreich: 3,6 auf 1000)

Alphabetisierung

Insgesamt: 76,5 %, Männer: 82,7%, Frauen: 70,8 % (Stand 2019)

Religion

39% katholisch, 32% anglikanisch, 11% Pfingstkirchen, 14% muslimisch, 
0,1% indigene Religionen (Stand 2014)

Währung

Uganda Schilling (UGX); 1 EUR = 4.268 UGX (Jahresschnitt 2020)

Bruttonationaleinkommen

840 USD pro Kopf (Stand 2021)
(Österreich: 45.440 USD)

Human Development Index

0,525 Platz 166 von 191 Ländern (Stand 2022)
(Österreich 0,916 Platz 25)

Produktion

Landwirtschaft 24%, Industrie 24,5%, Dienstleistungen 52,3% (Stand 2017)

Inflation

2,2% (Stand 2021)

Extreme Armut

21,4% haben unter 2 USD pro Tag zur Verfügung (2017, geschätzt)

Nützliches

Internationale Telefonvorwahl: +256, Zeitverschiebung: + 2 Stunden

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…weil Nachhaltigkeit
viele Gesichter hat.

Spendenprojekte

Zukunft für Jugendliche

#5 Geschlechtergleichstellung
#1 Keine Armut
#2 Kein Hunger
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Karamoja ist eine besonders trockene und abgeschiedene Region im Nordosten Ugandas, in der über 74% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze lebt. Die Hauptursachen für die Armut sind u.a. die klimatischen Bedingungen, die fehlende Ausbildung, Analphabetismus und mangelhafte Grundversorgung. Die Situation ist für Frauen und Mädchen besonders schwer.

Unsere Partnerorganisation, die Mill Hill Missionaries, setzen hier ein Projekt zur Verbesserung der Zukunftschancen von Jugendlichen. Mädchen und Burschen können sich durch Trainings als Schneider:innen, Friseur:innen oder Schuster:innen ausbilden lassen. Parallel nehmen sie als Gruppe an Bewusstseins-bildenden Workshops zu verschiedenen Themen teil. Bereits ausgebildete junge Leute werden in der Gründung von Spargruppen unterstützt, wodurch auch kleine Anschaffungen für andere Menschen der Gemeinschaft finanziert werden können.

Partnerorganisation: Mill Hill Missionaries (St. Josephs Missionare von Mill Hill)

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Dürre, Mangelversorgung und eine Lebenserwartung von 48 Jahren

Der Bezirk Kotido in der Region Karamoja im abgelegenen Nordosten Ugandas gehören zu den Gebieten mit den schwierigsten Lebensbedingungen im Land. Die traditionell viehhaltende Ethnie der Karamajong wird von der ugandischen Regierung nicht explizit als indigene Gruppe anerkannt, laut einer Schätzung von 2018 fühlen sich ihr aber über eine Million Menschen zugehörig. Die Lebenserwartung in der Region liegt bei 48 Jahren, etwa 74% der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze. Ursachen sind unter anderem die begrenzten natürlichen Ressourcen und extreme Trockenheit, die landwirtschaftliche Tätigkeiten erschweren und zu Unterernährung führen.

Bewaffnete Konflikte seit Jahrzehnten

Dazu kommt, dass die Region Karamoja zusätzlich zum Bürgerkrieg 1987 – 2006 immer wieder unter bewaffneten Konflikten zwischen unterschiedlichen ethnischen Gruppen der Karamajong leidet. Infolge dieser Konflikte wurde das Gebiet vom Rest Ugandas weitgehend isoliert und es fehlt an Entwicklungsinvestitionen. Dies betrifft fast alle Bereiche des Lebens: Infrastruktur, Wirtschaft, Sozialstruktur, Zugang zu Grundversorgungseinrichtungen und Bildung ebenso wie zu Gesundheitsversorgung. Die Gewaltbereitschaft ist aufgrund jahrzehntelanger Gewalterfahrungen in der Region sehr hoch, besonders Frauen und Mädchen leiden unter sexueller und genderbasierter Gewalt.

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Lernraum Empowerment-Gruppe

Das ganzheitlich angelegte Ziel des Projekts mit den Mill Hill Missionaries ist es, den Menschen der Region ein gleichberechtigtes Leben frei von Gewalt zu ermöglichen und die Lebensbedingungen der Menschen nachhaltig zu verbessern.
Die Projektaktivitäten werden anhand von so genannten Empowerment-Gruppen durchgeführt. Ein junger Mensch, der an dem Projekt teilnehmen will, tritt zunächst einer solchen Gruppe bei. Im Rahmen der Gruppe macht der junge Mensch eine Handwerksausbildung, erwirbt Wissen über die Möglichkeiten von Sparvereinen und zu nachhaltiger Landwirtschaft. Darüber hinaus bieten die Gruppen einen sicheren Raum für angeleitete Bewusstseinsbildung- und Sensibilisierungsmaßnahmen. Themen sind hier etwa Frauenrechte und Gleichberechtigung, häusliche Gewalt, Alkohol, HIV/Aids sowie Zwangs- und Frühverheiratung. Durch das Lernen in der Gruppe erwerben die jungen Menschen auch die Fähigkeit, sich zu organisieren, aktiv zu werden, Veränderungen zu initiieren und den Gemeinschaftsdialog zu stärken.

Eine ganzheitliche Ausbildung für nachhaltige Veränderung

Die Mitglieder treffen sich regelmäßig in der Gruppe, tauschen sich aus, bauen ein gemeinsames System zur Unterstützung von Gruppenmitgliedern, die an Krankheiten und Hunger leiden, auf. Fertig ausgebildete Handwerker:innen erhalten Materialien als „Startkapital“, um sich selbstständig zu machen. Für die landwirtschaftliche Arbeit werden im Kontext der Gruppe eine Getreidebank errichtet und Gartengeräten und dürreresistenten Saatgut angeschafft. Innerhalb des Projekts wird eine Empowerment-Gruppe drei Jahre lang begleitet.

Durch diesen ganzheitlichen Ansatz werden junge Menschen gesellschaftlich und ökonomisch gestärkt. Die Arbeit in diesen Gruppen wirkt sich positiv auf die gesamte dörfliche Gemeinschaft aus.

Ein Glücksschwein in Uganda

#1 Keine Armut
#5 Geschlechtergleichstellung
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Mit einer Spende von 37,- Euro ermöglichen Sie einer Familie die Anschaffung eines Ferkels zur eigenen Aufzucht.
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Im Bezirk Kassanda in Uganda wachsen beinahe die Hälfte aller Kinder als Voll- oder Halbwaisen auf. Sie kommen bei Zieheltern oder Verwandten unter, denen die finanziellen Mittel für den Schulbesuch der Kinder fehlen. Obwohl die Regierung ein kostenloses Grundschulsystem eingeführt hat, müssen auch benachteiligte Familien die Kosten für den Schulweg und die Schuluniformen, die Unterrichtsmaterialien sowie das tägliche Mittagessen selbst tragen. Das übersteigt in der Regel die finanziellen Möglichkeiten der Zieheltern. Oft müssen Waisenkinder deshalb der Schule fernbleiben.

Ein Schwein ist eine einfache Starthilfe für den Weg in eine glückliche Zukunft. Die Familien erhalten ein Ferkel zur eigenen Aufzucht. Die in den Jahren darauf geborenen Jungtiere können verkauft und damit die Schulausbildung der Kinder finanziert werden. Mit dem Zugang zu elementarer Bildung wird die Basis für eine bessere Zukunft gelegt.

Partnerorganisation: Caritas Mityana

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Waisen, Frauen und Menschen mit Behinderung sind besonders von Armut betroffen

Die Lebensbedingungen der Menschen im ländlichen Bezirk Kassanda in Zentraluganda sind wesentlich von Armut geprägt. Arbeitslosigkeit, niedrige Einkommen, Ernährungsunsicherheit sowie Mangel- und Unterernährung bestimmen den Alltag.
Unter diesen Lebensumständen sind einzelne Bevölkerungsgruppen zusätzlich benachteiligt. Dazu gehören Frauen, besonders alleinerziehende Frauen, Menschen mit Behinderung und Waisenkinder.
Frauen stellen mit 76% zwar den Großteil der Arbeitskraft in der von Landwirtschaft geprägten Region, haben aber nur unzureichenden Zugang zu sicheren Eigentumsrechten und Teilhabe an Entscheidungsprozessen. Einkommen und Land sind meist in männlicher Hand, Männer entscheiden auch über die Verwendung.
Für Menschen mit Behinderung sind die Möglichkeiten hinsichtlich Ausbildung und Gesundheitsleistungen äußerst begrenzt, auch geeignete Wohnorte und Arbeitsplätze rar.

Abgestimmte Maßnahmen für benachteiligte Bevölkerungsgruppen

Um die Situation benachteiligter Menschen in der Region nachhaltig zu verbessern, arbeitet unsere Partnerorganisation multidimensional und bietet auf die jeweilige Bevölkerungsgruppe abgestimmte Maßnahmen an. Diese lassen sich in verschiedene Bereiche untergliedern:
Zunächst geht es darum, Ernten und damit die Ernährungslage in Familien benachteiligter Bevölkerungsgruppen wie alleinerziehender Frauen oder Waisen zu verbessern. Dazu werden etwa Trainings zu nachhaltigen landwirtschaftlichen Methoden angeboten und Kleintiere als Zuchtgrundstock ausgegeben.
Kinder mit Behinderung und ihre Familien werden bei der Auswahl geeigneter Schulen begleitet und erhalten Lehrmaterialien. Erwachsene Menschen mit Behinderung haben die Möglichkeit, sich um ein Startkapital für geeignete Geschäftsideen zu bewerben und werden bei den ersten Umsetzungsschritten begleitet.

Bewusstseinsbildung und Rechtsberatung

Gleichzeitig hat dieses Projekt eine stark bewusstseinsbildende Komponente. Dieselben Menschen, die von obigen Maßnahmen profitieren, erwerben Wissen über Frauen-, Kinder und Menschenrechte. Sie erhalten Rechtsberatung und -begleitung, um ihre fundamentalen Rechte auch einfordern zu können.
Dieses Projekt kann bereits ein erfolgreiches Vorprojekt aufweisen, in dem einzelne benachteiligte Bevölkerungsgruppen erst identifiziert und die Schulungsmaßnahmen etabliert wurden. Durch den sichtbaren Erfolg des Vorprojekts können die Mitarbeiter:innen unserer Partnerorganisation vor Ort heute aktiv auf Behörden, Multiplikator:innen, Gemeinderäte und Dorfvorstände zugehen und initiieren auch in deren Kontexten bewusstseinsbildende Maßnahmen.