Der dritte Adventsonntag ist der Höhepunkt der Adventsammlung von Bruder und Schwester in Not. 2025 wird um Spenden für die Bildung und Gesundheit tansanischer Kinder geworben. In den Distrikten Karagwe und Kyerwa im Nordwesten Tansanias müssen viele Kinder beim Holzsammeln helfen, statt die Schule zu besuchen. Ein energie- und zeitsparender Ofen ermöglicht ihnen Schulbesuch und eine verbesserte Gesundheit durch weniger Rauchbelastung. „Mit Ihrer Spende schenken Sie Wärme und mehr als das – Sie schenken Hoffnung.“, bittet Bischof Hermann Glettler Tiroler:innen um ihre Unterstützung für die Spendenaktion.
3. Adventsonntag: Traditionelle „Sammelsackerl“ werden eingesammelt.
Traditionell ist der dritte Adventsonntag, heuer der 14. Dezember, der Höhepunkt der Adventsammlung. An diesem Tag werden seit 1961 die Sammelsackerl, die in den Pfarreien am ersten Adventsonntag verteilt werden, wie-der eingesammelt. Die Spenden sind heuer u.a. für das Projekt in Tansania vorgesehen: In der Projektregion kochen die meisten Familien auf dem „Drei-Stein-Feuer", einem offenen Feuer im Haus. Das Holzsammeln dauert Stunden, oft helfen die Kinder mit. Diese Zeit fehlt für Schulbesuch oder Hausübungen. Der Rauch des Feuers verursacht Atemwegs- und andere Erkrankungen. CHEMA, die lokale Partnerorganisation von Bruder und Schwester in Not, hat sogenannte Rocket-Öfen entwickelt, die bis zu 54 % weniger Brennholz benötigen, es sauberer verbrennen und kaum Rauch abgeben. Dadurch sparen Familien Zeit und Geld, schonen ihre Gesundheit und die Umwelt. Die Kinder können die Schule besuchen.
Tiroler Testimonials unterstützen Bruder und Schwester in Not
Neben Geschäftsführerin Marika Eisner werben vier Tiroler:innen als Testimonials für die Adventsammlung: Maria Ma, Matthias Mayr, Monika Reindl und Alfons Wachter. Die vier Personen stehen symbolisch für die vielen Spender:innen, die die Projekte in den Partnerländern von Bruder und Schwester in Not ermöglichen. „Besonders wichtig ist mir neben dem gesundheitlichen Aspekt, dass Kinder, die bisher beim Holzsammeln helfen mussten, ihre Zeit wieder in der Schule verbringen können!“ sagt etwa Alfons Wachter, pensionierter Bäcker- und Konditormeister aus Zams über das heurige Hauptprojekt. Monika Reindl, Bildungshausleiterin aus Lienz, hebt hervor, dass es um eine kleine Erfindung gehe, die so viel Gutes bewirke. „Das ist einfach ein Spitzenprojekt.“, meint sie.
Projekte seit 1961
Spenden aus Tirol ermöglichen seit 1961 Projekte der Entwicklungszusammenarbeit in Bolivien, El Salvador, Tansania und Uganda. Bruder und Schwester in Not führt diese gemeinsam mit Partnerorganisationen vor Ort durch. Die meisten Projekte sind im ländlichen Raum angesiedelt und fokussieren den Erwerb von Wissen, z.B. im Bereich Landwirtschaft, Einkommensgenerierung sowie Menschen- bzw. Frauenrechte. Neben den Spendensackerln ist es auch möglich, durch klassische Überweisungen oder online zu spenden. Bereits 20 Euro ermöglichen einer Familie die Anschaffung eines energie- und zeitsparenden Ofens. 141 Euro kostet ein Startpaket mit Ofen, Schulung und Briketts aus Reisschalen, einem natürlichen Abfallprodukt. Bruder und Schwester in Not trägt das Österreichische Spendengütesiegel. Unterstützer:innen können ihre Spende steuerlich absetzen.
Spendenkonto: AT59 3600 0000 0066 8400
Bilder zur honorarfreien Verwendung (anbei)
Bild1: © BSIN/ CHEMA: Frau Anonciata Damas aus Nyakatete ist Teilnehmerin des Projekts in Tansania. Spenden für die Adventsammlung von Bruder und Schwester in Not ermöglichen Familien, einen energiesparenden Rocket-Ofen anzuschaffen statt über dem offenen Feuer zu kochen.
Bild 2-5 © BSIN/ R. Mabala: Tiroler Testimonials mit Bruder und Schwester in Not - Geschäftsführerin Marika Eisner (li)
Bild2: Alfons Wachter ist pensionierter Bäcker und Konditormeister aus Zams.
Bild3: Die Hackbrettistin Maria Ma spielte im Duo MaWieHold! die Konzerte zum Auftakt der Adventsammlung.
Bild4: Matthias Mayr ist Bauer und lebt in Kematen.
Bild5: Monika Reindl leitet das Bildungshaus Osttirol in Lienz.
Zitate der Testimonials
Alfons Wachter, pensionierter Bäcker- und Konditormeister aus Zams: „Besonders wichtig ist mir neben dem gesundheitlichen Aspekt, dass Kinder, die bisher beim Holzsammeln helfen mussten, ihre Zeit wieder in der Schule verbringen können!“
Maria Ma, Hackbrettistin aus Mutters: „Man würde es kaum glauben, dass es einen Zusammenhang zwischen einem Ofen und besserer Bildung gibt. Und Bildung ist der einzige Weg zu einem selbstbewussten und selbstbestimmten Leben.“
Matthias Mayr, Bauer aus Kematen: „Das Projekt hat hohe Innovations-kraft und trotz seiner Einfachheit kann es eine hohe positive Wirkung auf die Familien haben. Nicht nur die Gesundheit wird gefördert, sondern der Zugang zu Bildung kann geöffnet werden. Bildung der größte Hebel im Leben der Familien.“
Monika Reindl, Bildungshausleiterin aus Lienz: „Das Besondere am heurigen Hauptprojekt ist für mich, dass es um eine kleine Erfindung geht, die so viel Gutes bewirkt. Das ist einfach ein Spitzenprojekt.“
Aufruf von Bischof Hermann Glettler zur Adventsammlung:
„Der Advent im Heiligen Jahr mit dem Motto „Pilgerschaft der Hoffnung“ ist eine besondere Einladung, Blick und Herz zu weiten – hin zu jenen Menschen, die mit extrem schwierigen Lebensbedingungen zu kämpfen haben. Advent bedeutet: Im Vertrauen auf Gottes Hilfe wachsen – und die knappe Ressource Hoffnung miteinander teilen. Ganz konkret, allen Anflügen von Resignation und Gleichgültigkeit zum Trotz. Mit der Aktion von Bruder und Schwester in Not können wir Hoffnung und Zukunftsmut zu den Menschen bringen.
Im Mittelpunkt der diesjährigen Adventsammlung steht Tansania – vorgestellt anhand eines Projekts, das für viele Menschen dort zum echten Wendepunkt wird: energieeffiziente Öfen. Was für uns selbstverständlich ist – ei-ne warme Mahlzeit, ein sicherer Herd – bedeutet für viele Familien in Tansania Schutz vor schädlichem Rauch und Zeitgewinn im Alltag. Die neuen Öfen sparen Brennholz, entlasten die Umwelt und verbessern das Leben nachhaltig – besonders das der Frauen und Kinder.
Mit Ihrer Spende schenken Sie Wärme und mehr als das – Sie schenken Hoffnung. Nehmen wir die Adventszeit als Chance, im Glauben zu wachsen und Zeichen der Nächstenliebe und weltweiten Verbundenheit zu setzen. Hoffnung vermehrt sich, wenn wir sie miteinander teilen. Ich wünsche Ihnen in diesem Sinn einen gesegneten, hoffnungsvollen Advent!"
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