Der 65. Geburtstag von Bruder und Schwester in Not
Am 3. Dezember, dem ersten Adventsonntag 1961, wurden die bekannten Sammelsackerl zum ersten Mal ausgegeben, um am 17. Dezember 1961 wieder eingesammelt zu werden. Bischof Paulus Rusch war es, der erstmals für das damalige „Bruder in Not“ um Spenden für Projekte der Entwicklungszusammenarbeit aufrief - Sammelsackerl und Adventsammlung waren geboren.
Bei Geburtstagsfeiern ist es oft üblich, Geschichten, Gedichte und Anekdoten aus dem Leben des Geburtstagskindes zum Besten zu geben. Die offizielle Geburtstagsfeier von Bruder und Schwester in Not findet in Form eines Festgottesdienstes am 13. Dezember 2026 um 16:00 Uhr in der Spitalskirche in Innsbruck statt.
Bereits vorab möchten wir Geschichten und Glückwünsche sammeln.
Was verbinden Sie mit unseren Sammelsackerl? Oder gibt es vielleicht eine andere Geschichte über die Sammlung, die Sie anlässlich des 65. Geburtstags von Bruder und Schwester in Not erzählen können? Wir freuen uns über Ihren Beitrag.
Alles Gute zum 65. Geburtstag!
„Bruder und Schwester in Not“ kenne ich als Spendensammelaktion im Advent schon mein ganzes Leben. Das ist gut, aber gleichzeitig auch traurig. Wäre es nicht schön, wenn wir nicht für Menschen in Not sorgen müssten, weil es sie nicht gibt ‒ weil es uns allen gleichermaßen gut geht?
Das ist aber leider nicht so und genau deshalb ist es gleichzeitig gut und traurig, dass es euch seit 65 Jahren gibt.
Eines fand ich an „Bruder in Not“ (so habt ihr in meiner Kindheit noch geheißen) immer schon besonders gut: Wir wussten, wofür wir spenden. Für eine Klinik, eine Schule ‒ immer waren es Projekte, die man heute als nachhaltig bezeichnet, die das Leben von Menschen langfristig verbessern sollten.
Wir spendeten, um Armut zu lindern, Hunger zu mindern und eine Lebensperspektive zu geben.
Es war unser kleiner Beitrag gegen eine oft ungerechte oder zu gleichgültige Welt.
Johannes Anzengruber
Bürgermeister der Landeshauptstadt Innsbruck
Seit 65 Jahren engagiert sich "Bruder und Schwester in Not" für benachteiligte Menschen im globalen Süden. Dieses solidarische Handeln verbindet uns. Angesichts der vielfältigen Schieflagen und Ungerechtigkeiten unserer Tage ist es ein ermutigendes Zeichen der Hoffnung.
In diesem Sinne: Herzliche Gratulation zum Jubiläum und Gottes Segen für das weitere Wirken!
+Hermann Glettler
Bischof von Innsbruck
Aus „Bruder in Not“ wurde „Bruder und Schwester in Not“ und in 65 Jahren eine professionell und gewissenhaft arbeitende Spendenorganisation, die dennoch ganz nah an den Menschen geblieben ist. Ich erinnere mich immer wieder an die herzlichen Begegnungen mit den Projektpartnerinnen und -partnern in den Ländern des Südens. Ja, es entstand sogar ein Gefühl der Geschwisterlichkeit und des Miteinanders auf dieser Welt, auf der wir alle einfach gut leben wollen. Ich wünsche Bruder und Schwester in Not weiterhin viele Unterstützerinnen und Unterstützer, die diese zwischenmenschliche Entwicklungszusammenarbeit ermöglichen.
Herzliche Gratulation zu 65 Jahren „Bruder und Schwester in Not“ - ein beeindruckendes Jubiläum für ein Hilfsprojekt, das seit Jahrzehnten Hoffnung schenkt und konkrete Hilfe leistet. Eines ist klar: Dieses Engagement darf niemals – trotz dem 65er - in Pension gehen, sondern muss auch in Zukunft kraftvoll weiterwirken.
Schon als Ministrant war der 3. Adventsonntag für mich etwas Besonderes. Statt mit dem Klingelbeutel ging ich mit einem eigenen Korb durch die Kirche, um die Sackerln von „Bruder und Schwester in Not“ einzusammeln. Mit der Zeit entwickelte ich ein kleines Gespür: Leichte Sackerln bedeuteten oft Papiergeld – und damit meist eine größere Spende. Schwere Sackerln waren voller Münzen, herzlich gemeint, aber meist etwas weniger „ergiebig“.
Diese Erinnerungen zeigen für mich bis heute, wie viele Menschen mit kleinen und großen Beiträgen gemeinsam Großes bewirken können.
Mit der Adventsammlung von Bruder und Schwester in Not verbinde ich seit ich in der Diözese Innsbruck tätig bin (2013) ein starkes Zeichen gelebter Solidarität. Auch in meiner Pfarre Rietz bewerbe ich im Advent immer wieder aktiv die Sammelsackerl. Dabei erlebe ich, dass diese Sammlung für viele Menschen ein wertvoller und vertrauter Bestandteil der Adventzeit ist.
Bruder und Schwester in Not steht für mich für gelebten Glauben, Nächstenliebe und konkrete Hilfe. Ich wünsche der Aktion weiterhin offene Herzen, engagierte Menschen und Gottes reichen Segen.
Seit 65 Jahren ist „Bruder und Schwester in Not“ ein eindrucksvolles Beispiel für gelebte Verantwortung und internationale Solidarität aus Tirol heraus. Die Initiative zeigt, wie wichtig verlässliche Partnerschaften, nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit und konkrete Hilfe vor Ort sind.
Gerade in einer Zeit globaler Herausforderungen ist dieses Engagement von besonderer Bedeutung. Es stärkt Lebensperspektiven in benachteiligten Regionen und unterstreicht zugleich Tirols klare Haltung für Zusammenhalt, Gerechtigkeit und gemeinsame Verantwortung über Grenzen hinweg.
Mein herzlicher Dank gilt allen, die sich über Jahrzehnte hinweg mit großem Einsatz für diese wichtige Initiative engagiert haben. Möge „Bruder und Schwester in Not“ auch weiterhin ein starkes Zeichen der Solidarität und Menschlichkeit setzen.
LHStv Philip Wohlgemuth
Anfang bis Mitte der 80iger Jahre kann ich mich noch an Folgendes sehr gut erinnern:
Nach der Sonntagmesse am 3.Advent standen wir immer als Ministranten der Pfarre Absam mit großen Körben am Kirchenausgang, um die Spendensackerln einzusammeln.
Zudem durchkämmten wir dann auch nach der Messe alle Kirchenbänke, ob nicht noch Spendensackerln in den Kirchenbänken und Liedbuchfächern auffindbar wären.
Umso mehr freut es mich, dass diese so wichtige Initiative auch nach so vielen Jahren noch so erfolgreich ist und so viel nachhaltige Unterstützung und Veränderung bewirkt in den Partnerländern.
Liebe Grüße
Andreas
Seit 65 Jahren steht Bruder und Schwester in Not für gelebte Solidarität und den Glauben daran, dass wir gemeinsam etwas bewegen können. Ausgehend von den Worten von Bischof Paulus Rusch im Jahr 1961 – „Hört! Wir machten in diesen Jahren die Erfahrung, dass es uns fortschreitend besser erging. Andere Völker machten genau die gegenteilige Erfahrung“ – ist daraus eine Initiative entstanden, die bis heute Menschen weltweit verbindet.
Auch wenn wir mittlerweile als eigenständige Organisationen arbeiten, verbindet uns eine gemeinsame Geschichte und ein gemeinsamer Auftrag. In meiner täglichen Arbeit erlebe ich immer wieder, wie viel durch Vertrauen, Engagement und Zusammenarbeit möglich wird. Die Adventsammlung ist dabei für mich jedes Jahr ein schönes und kraftvolles Zeichen dafür, dass viele kleine Beiträge gemeinsam Großes bewirken können.
Herzlichen Glückwunsch zu 65 Jahren Bruder und Schwester in Not – und ein großes Danke an alle, die diesen Weg mitgetragen haben und weiterhin mittragen.
Astrid Lehner
Bruder und Schwester in Not Vorarlberg
Ich wünsche Bruder und Schwester in Not alles Gute zum 65 Geburtstag! In den letzten 65 Jahren habt ihr auf die Welt einen positiven Einfluss genommen. Mit viel Herz stellt ihr in eurer Arbeit jeden Tag die Menschen in den Mittelpunkt und konzentriert euch darauf, auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Dadurch verändert ihr deren Leben.
Das Geld kommt bei den Menschen an und das seit 65 Jahren. Alle Menschen, die ich im Zusammenhang mit Bruder und Schwester in Not kennenlernen durfte, stehen hinter den Projekten und setzen sich ein, dass die Zukunftsperspektiven der Menschen gestärkt werden.
Danke für eure Arbeit und ich wünsche Bruder und Schwester in Not noch viele weitere Jahre, in der sie ihrer Arbeit mit viel Herz nachgehen können.
Theresa
65 Jahre „Bruder und Schwester in Not“ stehen für gelebte Solidarität, Menschlichkeit und Verantwortung – Werte, die heute wichtiger sind denn je. Es ist beeindruckend zu sehen, wie aus einer Adventsammlung eine Institution gewachsen ist, die über Jahrzehnte hinweg so viel bewirken konnte – für Menschen weltweit und auch für das Bewusstsein hier vor Ort.
Es ist für uns eine große Freude und Ehre, euch ein Stück auf diesem Weg begleiten zu dürfen und eure wichtige Arbeit auch digital sichtbar zu machen.
Herzlichen Glückwunsch zu diesem besonderen Jubiläum – und weiterhin viel Kraft, Mut und Wirkung für die kommenden Jahre.
kreagenz Webagentur
Mag. Marlene Lackner
65 Jahre ‚Bruder und Schwester in Not‘ bedeutet 65 Jahre aufeinander schauen, anderen helfen und auf jene Rücksicht nehmen, die es nicht so gut haben wie wir. Am ersten Adventsonntag 1961 hat etwas begonnen, das nun bereits über sechs Jahrzehnte Bestand hat: Sammeln und Geben für die Entwicklungszusammenarbeit. Mein Dank gilt allen, die sich für ‚Bruder und Schwester in Not‘ engagieren und unterstützen.
Anton Mattle
Landeshauptmann
65 Jahre „Bruder und Schwester in Not“ der Diözese Innsbruck – dieses Jubiläum ist ein besonderes Ereignis und ein Anlass, mit großer Dankbarkeit auf das Wirken dieser Initiative zu blicken.
Seit Jahrzehnten steht Bruder und Schwester in Not jenen Menschen zur Seite, die in ihrem Leben vor schwierigen Situationen stehen und deren Alltag von bitterer Armut und Not geprägt ist. Mit großem Engagement und viel Herz wird hier ein wertvoller Beitrag geleistet, damit Hilfe dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird.
Viele Menschen in unserem Land verbinden mit dieser Aktion persönliche Erinnerungen – so auch ich.
Der alljährliche Besuch des Nikolaus zur Adventszeit ist für mich zur liebgewonnenen Tradition und zu einem schönen und hoffnungsvollen Moment geworden, der daran erinnert, wie wichtig Zusammenhalt und Nächstenliebe sind.
Die finanzielle Unterstützung von Projekten in Afrika und Lateinamerika ist mir ein echtes Anliegen, weil sie zeigt, dass gemeinsames humanitäres Handeln etwas bewirken kann – Not lindern, Hoffnung stärken und Menschen eine bessere Zukunft zu ermöglichen.
Zu diesem 65-jährigen Bestehen übermittle ich meine herzlichen Glückwünsche und meinen großen Dank an alle, die sich in den vergangenen Jahrzehnten für „Bruder und Schwester in Not“ eingesetzt haben. Möge dieses wichtige Werk auch in Zukunft weiterhin erfolgreich wirken und vielen Menschen Hoffnung, Unterstützung und neue Perspektiven schenken – ganz im Sinne und dem Vermächtnis des Gründers Bischof Paulus Rusch.
Bgm. Mag. Jakob Wolf
Klubobmann Tiroler Volkspartei