02.12.2021: 60 Jahre Bruder und Schwester in Not

Am dritten Advent 1961 wurde die erste „Sammelaktion Bruder in Not“ durchgeführt

„Das sind 60 Jahre von weltkirchlicher Verbundenheit, gelebter Solidarität, von offenen Herzen und Händen im Wissen, dass wir als Menschen zusammengehören!“, sagt Bischof Hermann Glettler anlässlich des Jubiläums. Bischof Paulus Rusch war es, der im Advent 1961 erstmals für das damalige „Bruder in Not“ um Spenden für Projekte der Entwicklungszusammenarbeit aufrief. Im ersten Jahr wurde für eine Geburtsklinik in Indien gesammelt. Bekannt ist Bruder und Schwester in Not (BSIN) heute für seine ebenfalls schon seit 1961 existierenden „Sammelsackerln“, die am 3. Adventsonntag in den Pfarren abgegeben werden. Im heurigen Advent, 60 Jahre später, sind es u.a. Kinder und Familien in Tansania, denen die Spenden zugutekommen. Bischof Glettler bedankt sich bei den Menschen in Tirol, die Bruder und Schwester in Not auch in diesem Jahr mit ihrem Beitrag unterstützen.

 

17. Dezember 1961: Erste Adventsammlung für indische Mütter

Afrika und Indien nennt Bischof Rusch in seinem Hirtenbrief zur Adventsammlung 1961 als Beispiele für Erdteile, in denen die Unterstützung besonders notwendig ist. Damals war es eine Geburtsklinik im indischen Bombay, für die gesammelt wurde. „Geben wir diesen fernen indischen Müttern ein Weihnachtsgeschenk!“, so Bischof Rusch 1961 im Vorfeld der Adventsammlung. Bereits im ersten Jahr wurden die bekannten Sammelsackerln zu Beginn des Advents in den Pfarren verteilt und am 3. Adventsonntag, dem 17. Dezember 1961 wieder eingesammelt. Über 6,5 Millionen Schilling wurden damals in der sogenannten "Apostolischen Administratur" gespendet. Im Jahr 1996 wurde die Adventaktion erstmals unter dem Namen „Bruder und Schwester in Not“ durchgeführt.  

 

Adventsammlung 2021: Mischkulturen für die Ernährung von Kindern

60 Jahre später sind es Kinder und Familien in Afrika, die unterstützt werden. Die Regionen Karagwe und Kyerwa befinden sich im äußersten Nordwesten Tansanias, wo Abholzung ein ökologisches Problem mit Langzeitfolgen darstellt. Durch den Klimawandel verschieben sich die Regenzeiten und Niederschlagsmengen. Die Böden werden ausgeschwemmt und die Ernten reichen nicht mehr aus. Mischkulturen aus Mangos, Orangen und verschiedenen Feldfrüchten wirken dem entgegen. Ein wichtiger Aspekt des Projekts ist auch Bewusstseinsbildung und Wissensvermittlung. Da in Karagwe und Kyerwa nach Schätzung der Projektpartner etwa 70 Prozent der Kinder nur die Grundschule abschließen, setzt das Projekt bereits bei 6-13 jährigen Kindern an. In sogenannten „Umweltclubs“ lernen die Kinder nachhaltige Landwirtschaft kennen und pflanzen auch selbst Baumsetzlinge im Kontext von Mischkulturen.

 

Bruder und Schwester in Not: Ländliche Entwicklung und Menschenrechte

Die Stiftung Bruder und Schwester in Not - Diözese Innsbruck arbeitet seit ihrer Gründung mit Partnerorganisationen des globalen Südens zusammen. In Tirol kennt man Bruder und Schwester in Not seit 1961 durch die „Spendensackerln“, die in Pfarreien aufliegen und seit 2013 auch durch den jährlichen Adventkalender. Die Ziele der Zusammenarbeit in den Schwerpunktländern Bolivien, El Salvador, Tansania und Uganda sind verbesserte Lebenschancen für benachteiligte Menschen sowie Friede, Gerechtigkeit und ein nachhaltiger Umgang mit der Umwelt. Die Projekte umfassen vor allem die Bereiche ländliche Entwicklung und Stärkung der Menschenrechte. Bruder und Schwester in Not trägt das Österreichische Spendengütesiegel. Unterstützer*innen können ihre Spende steuerlich absetzen.

 

Unter dem Download-Link https://tiroler-cloud.info4u.at/index.php/s/gZDyCJssywjtzdh finden Sie Audio-O-Töne von Bischof Hermann Glettler und Magdalena Wiesmüller, Geschäftsführerin von Bruder und Schwester in Not- Diözese Innsbruck im wav-Format.

 

Bilder zur Honorarfreien Verwendung:

Bild 1: © BSIN/ G. Berger

Bischof Hermann Glettler mit dem bekannten „Sammelsackerl“, das traditionell am 3. Adventsonntag gefüllt in den Pfarren abgegeben werden kann. Heute ist eine Spende auch online und über Facebook möglich.

Bild 2: © BSIN

Sammelsackerln aus den vergangenen sechs Jahrzehnten.

Bild 3: © BSIN/ Gerhard Berger

Mit einem Hirtenbrief rief Bischof Paulus Rusch 1961 zur „Sammelaktion Bruder in Not“ auf. Im Vordergrund: Spendenbroschüre 2021.

Bild 4: © BSIN/ CHEMA

Bereits an Grundschulen lernen Kinder im Hauptprojekt 2021 von Bruder und Schwester in Not über Mischkulturen und nachhaltige Landwirtschaft.

24.11.21: Mischkulturen für die Ernährung von Kindern

Bruder und Schwester in Not: Bischof Hermann Glettler ruft zu Spenden für Tansania auf

Ernährung für Kinder und deren Familien sicherzustellen, das ist der Schwerpunkt der Adventsammlung 2021 von Bruder und Schwester in Not (BSIN). Im Nordwesten Tansanias ist die Situation der kleinbäuerlichen Bevölkerung schwierig: Aufgrund von Abholzung, Klimawandel und Bodenerosion reichen die Ernten kaum aus, um die Bevölkerung zu ernähren. In einem gemeinsamen Projekt mit der lokalen Partnerorganisation CHEMA werden Mischkulturen aus Bäumen und Feldfrüchten gepflanzt. Wissensvermittlung zu nachhaltiger Landwirtschaft setzt theoretisch und praktisch bereits an Grundschulen an. „Bitte unterstützen Sie Bruder und Schwester in Not und ihre lokale Partnerorganisation CHEMA bei ihren innovativen Projekten“, wendet sich Bischof Hermann Glettler zu Beginn des Advents an die Menschen in Tirol. „Auch wenn zurzeit keine Benefizveranstaltungen stattfinden können, bitte ich Sie umso herzlicher um Ihre Unterstützung für Kinder und Familien in Tansania. Sie bezeugen damit Gottes leidenschaftliche Sorge um die Zukunft aller Menschen!“
        

Mischkulturen wirken den lokalen Auswirkungen der Klimakrise entgegen
Die Regionen Karagwe und Kyerwa befinden sich im äußersten Nordwesten Tansanias, wo Abholzung ein ökologisches Problem mit Langzeitfolgen darstellt. Durch den Klimawandel verschieben sich die Regenzeiten und Niederschlagsmengen. Die Böden werden ausgeschwemmt und die Ernten reichen nicht mehr aus. Mischkulturen aus Mangos, Orangen und verschiedenen Feldfrüchten wirken dem entgegen. „Die aufeinander abgestimmten Pflanzen beeinflussen sich gegenseitig positiv“, erklärt BSIN - Geschäftsführerin Magdalena Wiesmüller. „Durch Aufforstung können die Ernteerträge gesteigert werden: Bäume schützen den Boden vor Starkregen und Hitze, wodurch die Humusschicht erhalten bleibt.“

Schulkinder setzen Nutzpflanzen für die Ernährung
Ein wichtiger Aspekt ist Bewusstseinsbildung und Wissensvermittlung. Da in Karagwe und Kyerwa nach Schätzung der Projektpartner etwa 70% der Kinder nur die Grundschule abschließen, setzt das Projekt bereits bei 6-13 jährigen Kindern an. In sogenannten „Umweltclubs“ lernen die Kinder nachhaltige Landwirtschaft kennen und pflanzen auch selbst Baumsetzlinge im Kontext von Mischkulturen. Da für viele der Kinder das Mittagessen in der Schule eine vollständige Mahlzeit am Tag garantieren soll, leisten die Obstbäume und Nutzpflanzen am Schulgrund neben dem Wissenserwerb einen wesentlichen Beitrag zur Ernährung. „Mit der Unterstützung dieses Projekts ermöglichen Tirolerinnen und Tiroler den Kindern und ihren Familien in Tansania Ernährungssicherheit und langfristige Perspektiven!“ so Magdalena Wiesmüller.

BSIN-Gesichter 2021: Anna Gandler, Julia Gschnitzer, Matthias Mayr, Markus Renk
Bruder und Schwester in Not und ihre Partnerorganisationen verbindet die Vision eines friedlichen und gleichberechtigten Zusammenlebens aller in einer sozial und ökologisch gerechten Welt.
Im Sinne dieses Anliegens unterstützen jedes Jahr unterschiedliche Personen aus Tirol die Plakat- und Videokampagne für die Adventsammlung. 2021 stellen Biathletin Anna Gandler, Schauspielerin Julia Gschnitzer, Bauer Matthias Mayr und der Buchhändler Markus Renk die „Gesichter“ der Kampagne dar. „Einen Baum pflanze ich immer auch in Vertrauen auf die nächste Generation“, so Matthias Mayr. Er ist Bauer am Oberländerhof in Kematen. „Nachhaltigkeit bedeutet, dass auch meine Kinder davon leben können.“

Bruder und Schwester in Not: Solidarisch seit 60 Jahren
Die Stiftung Bruder und Schwester in Not - Diözese Innsbruck arbeitet seit 1961 mit Partnerorganisationen des globalen Südens zusammen. In Tirol kennt man Bruder und Schwester in Not vielfach durch die „Spendensackerln“, die in Pfarreien aufliegen und durch den jährlichen Adventkalender. Die Ziele der Zusammenarbeit in den Schwerpunktländern sind verbesserte Lebenschancen für benachteiligte Menschen sowie Friede, Gerechtigkeit und ein nachhaltiger Umgang mit der Umwelt. Die Projekte umfassen vor allem die Bereiche ländliche Entwicklung und Stärkung der Menschenrechte. Bruder und Schwester in Not trägt das Österreichische Spendengütesiegel. Unterstützer*innen können ihre Spende steuerlich absetzen.


Kontakt für Rückfragen:
Sarah Schuller-Kanzian, Bruder und Schwester in Not
Tel: 0676 8730 6713
sarah.schuller-kanzian@dibk.at

 

Bilder zur Honorarfreien Verwendung:

Bild1: © BSIN/ CHEMA
Bereits an Grundschulen lernen Kinder im Hauptprojekt von Bruder und Schwester in Not über Mischkulturen und nachhaltige Landwirtschaft.
Bild2: © BSIN/ CHEMA
Die Kinder pflanzen Mischkulturen aus Mangos, Orangen und verschiedenen Feldfrüchten. Diese wirken Bodenerosion und anderen Auswirkungen des Klimawandels entgegen. So kann langfristig Ernährung gesichert werden.
Bild3: © BSIN/ Gerhard Berger
Bischof Hermann Glettler bittet um Spenden für Kinder und Familien in Tansania. Zum Auftakt der Adventsammlung erhielt er eine Bananenstaude. Bananen spielen in den Mischkulturen des Projekts von Bruder und Schwester in Not eine wichtige Rolle.

Unter dem >> Download-Link finden Sie umfangreiches Material:

  • Bilder
  • Presseaussendung im Word-Format
  • Aufruf von Bischof Hermann Glettler
  • Hintergrundinformationen zu Projekt, Land, Organisation und Kampagne
  • Plakate zur Adventsammlung in jpg und pdf-Format
  • Audio-O-Töne von Bischof Hermann Glettler und Magdalena Wiesmüller, Geschäftsführerin von Bruder und Schwester in Not- Diözese Innsbruck im wav-Format.
  • Kampagnenvideo (zum Einbetten unter https://youtu.be/hRZJloaTnEQ )
Element 1